Lieferung von Johnson & Johnson verzögert sich wohl

13.04.2021 Niedersachsens Impfzentren müssen voraussichtlich länger als geplant auf den vierten in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoff warten. Ursprünglich sollte das Land in dieser Woche die ersten rund 21 600 Impfstoffdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson erhalten. Damit sollten zunächst gezielt Menschen über 80 Jahre geimpft werden, sagte die Vize-Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover. Was übrig bleibe, sei für die Impfung von Schul- und Kitapersonal vorgesehen. Nur wenige Stunden später allerdings verschob Johnson & Johnson nach Berichten über Thrombosen seinen Marktstart in Europa.

Eine Apothekerin hält eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson. Foto: Jessica Hill/FR125654 AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Präparat des US-Herstellers hätte nach Schröders Worten als erster Impfstoff in Deutschland den Vorteil, dass nur eine einzige Impfung notwendig ist. In den USA haben die Behörden jedoch bereits eine Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen. Hintergrund sind sechs Fälle von Sinusvenenthrombosen, die nach den Impfungen auftraten. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, während die Fälle genauer untersucht werden, teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA mit.

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