Nach Kundgebung Flaschen gegen Polizisten geschleudert

10.05.2021 Nach einer Solidaritätskundgebung in Berlin-Neukölln für die palästinensische Bevölkerung ermittelt die Polizei gegen zehn Personen. Ihnen werde schwerer Landfriedensbruch, Widerstand und Angriff gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen, teilte die Polizei am Montag mit. Die Verdächtigen waren vorübergehend festgenommen worden.

Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" hängt an einer Polizeiwache. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aus einer bis zu 100 Personen starken Gruppe waren demnach am Sonntagabend Einsatzkräfte in der Sonnenallee von beiden Gehwegseiten aus attackiert worden. Laut Polizei flogen Flaschen und Steine. Polizisten mussten Müllcontainer, Holzpaletten und Elektro-Scooter von der Fahrbahn räumen, die Demonstranten dort hingezerrt hatten. Bei dem Einsatz wurden 16 Polizistinnen und Polizisten verletzt.

Nach dem vorzeitigen Ende der Demonstration am Hermannplatz mit etwa 900 Teilnehmern habe die Polizei die Menschen wiederholt dazu aufgefordert, den Platz zu verlassen, hieß es. Dort hätten zuvor Hunderte Jugendliche und junge Erwachsene dicht gedrängt gestanden, Ansprachen der Polizei hätten keine Wirkung gezeigt. Eine große Gruppe sei dann zum U-Bahnhof Hermannplatz geleitet worden. Dort sei es zu ersten Angriffen auf Polizisten gekommen, die sich dann in der Sonnenallee fortsetzten. Die Polizei habe Reizgas eingesetzt und Zwang angewendet, hieß es.

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