Lehrer an weiterführenden Schulen können sich impfen lassen

14.04.2021 In Thüringen können sich künftig alle Lehrer gegen das Coronavirus impfen lassen. Das gaben Gesundheitsministerium und Bildungsministerium am Mittwoch bekannt. Damit kommen nun auch Lehrer weiterführender Schulen und von Berufsschulen zum Zuge. Bisher hatte nur das Personal an Grund- und Förderschulen sowie von Kitas die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Bildungsminister Helmut Holter (Linke) bezeichnete den Schritt als «wichtigen Meilenstein».

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte, es gebe noch nicht genügend Impfstoff, um die Priorisierung ganz aufzuheben. «Gleichwohl haben wir uns entschieden, die Impfberechtigung jetzt auf alle Beschäftigten an Schulen und Berufsschulen zu erweitern. Bildung hat Vorrang. Schule muss sicher stattfinden können.»

Zuletzt hatten immer mehr Politiker verschiedener Parteien eine Öffnung für alle Lehrer gefordert und dies vor allem damit begründet, dass die Corona-Mutanten auch bei jüngeren Menschen deutlich ansteckender seien. In mehreren Bundesländern werden bereits alle Lehrer geimpft.

Um eine Impfung in Thüringen zu bekommen, brauchen Lehrer weiterführender Schulen eine entsprechende Bescheinigung, die sie im Impfzentrum oder beim Hausarzt vorzeigen müssen. Nach Angaben des Bildungsministeriums sollen diese Bescheinigungen als Formulare an die Schulen geschickt und dort von den Schulleitungen ausgestellt werden.

Holter sagte, er gehe von einer hohen Impfbereitschaft bei den Lehrern aus, «weil ich weiß, wie ungeduldig viele auf diesen Fortschritt gewartet haben».

Allerdings sind in Thüringen derzeit alle Impftermine bis Ende April vergeben. Chancen auf eine Impfung haben Lehrer möglicherweise im Mai oder früher bei einem Hausarzt. «Ich hoffe, dass sich die Impfstoffmenge, die vom Bund nach Thüringen kommt, in den kommenden Wochen nochmals spürbar erhöht, damit auch genügend Termine zur Verfügung gestellt werden können», erklärte Holter. Sein Ministerium werde die Schulen schnellstmöglich mit den entsprechenden Formularen und Hinweisen versorgen, damit die Berechtigungsnachweise ausgestellt werden können.

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