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Viel Norwegen, viel Politik: Frankfurter Buchmesse läuft an

16.10.2019 - Die Frankfurter Buchmesse beginnt mit prominenten Gästen. Norwegens Kronprinz Haakon schaut vorbei, Ex-Bundespräsident Joachim Gauck wünscht sich mehr Streitkultur - und Journalist Deniz Yücel wirft dem türkischen Präsidenten «Gangster-Denken» vor.

  • Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Hakan, Erna Solberg, Ministerpräsidentin von Norwegen, und Heiko Maas (SPD), Bundesaußenminister. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Hakan, Erna Solberg, Ministerpräsidentin von Norwegen, und Heiko Maas (SPD), Bundesaußenminister. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt/Main (dpa) - Zum Beginn der Frankfurter Buchmesse haben sich gleich mehrere Autoren mit politischen Entwicklungen auseinandergesetzt. Zu Gast waren am Mittwoch unter anderem Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, Journalist Deniz Yücel und mehrere norwegische Schriftsteller. Die Hallen öffneten erstmals für Fachbesucher. Rund 7500 Aussteller sind bis Sonntag vor Ort.

Gastland ist in diesem Jahr Norwegen. Der norwegische Kronprinz Haakon besuchte den Pavillon seines Landes und traf dort den Autor Jon Fosse. Der Schriftsteller ist in Deutschland vor allem als Theater-Autor bekannt, nun veröffentlicht er seine «Heptalogie».

Am ersten Tag der Buchmesse stellte auch Ex-Bundespräsident Gauck sein Buch «Toleranz» vor. Der 79-Jährige sprach sich für mehr Streitkultur in der Gesellschaft aus. Toleranz bedeute nicht, Haltungen anderer Menschen kritiklos hinzunehmen, sagte er.

«Toleranz heißt nicht «mögen», auch nicht «respektieren» oder «anerkennen» - es heißt: Ich streite mit dir, aber ich nehme dich als Streitpartner ernst», sagte Gauck. Der Blogger und Kolumnist Sascha Lobo sprach über die gesellschaftlichen Folgen einer zunehmenden digitalen Überwachung. Zu Gast waren auch die Extremismusforscherin Julia Ebner und der Journalist Deniz Yücel.

Yücel hatte ein Jahr in einem türkischen Gefängnis gesessen. Er warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unter anderem «Gangster-Denken» vor. «Die Mentalität dieses Regimes ist eine Mischung aus Teppichhändler und Mafia - so ticken die», sagte der 44-Jährige, der gerade das Buch «Agentterrorist» veröffentlicht hat.

Die Frankfurter Buchmesse war am Dienstagabend eröffnet worden. An den ersten drei Messetagen sind nur Fachbesucher zugelassen, am Wochenende öffnet die Messe für alle Besucher. Gezeigt werden tausende Bücher - vom Kinderbuch und Ratgeber bis zu Romanen und einer aufwendig gestalteten Bibel. Ein Schwerpunktthema ist auch die Erweiterung des Erzählens: Virtuelle Realität und künstliche Intelligenz werden erstmals breiter behandelt.

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