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Quarantäne und Überwachung: Zehn Corona-Fälle in Altenheim

27.03.2020 - Nach dem positiven Test einer Mitarbeiterin steht die Einrichtung unter Quarantäne. Auch mehrere Bewohner sind infiziert. Sie werden nun genau im Auge behalten.

  • Ein Senior geht mit einer Gehilfe durch eine Tür in einem Pflegeheim. Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Senior geht mit einer Gehilfe durch eine Tür in einem Pflegeheim. Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In einem Altenpflegeheim im mittelhessischen Herborn haben sich mittlerweile zehn Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Sieben Bewohner sowie drei Mitarbeiter seien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, teilte der Lahn-Dill-Kreis am Freitag mit. Darunter ist auch die Kollegin, deren Infektion als erstes bekannt wurde. «Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner sind isoliert in ihren Zimmern im Altenpflegeheim untergebracht und werden dort medizinisch durch ihre Hausärzte betreut», teilte der Kreis weiter mit. Sechs zeigten derzeit milde Symptome, eine Person sei bereits am Vortag in eine Klinik gekommen.

Die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes mit rund 30 Bewohnern war unter Quarantäne gestellt worden, nachdem die Mitarbeiterin positiv auf das Virus getestet worden war. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden erhöht und beispielsweise Schleusen eingerichtet. Betreten darf das Heim nur noch, wer unmittelbar für die Versorgung der Menschen oder den Betrieb zuständig ist, wie eine Kreissprecherin erläuterte. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit weitere mögliche Kontaktpersonen.

Die drei positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Isolation. «Die Betroffenen werden täglich kontaktiert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.» Alle Bewohner stünden zum eigenen Schutz in ihren Zimmern unter Quarantäne und würden streng überwacht, «damit bei möglicherweise auftretender Symptomatik umgehend reagiert werden kann».

Unterdessen hat die Gewerkschaft Verdi Hessen mehr Schutzausrüstung für Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen angemahnt. Zudem müsse sichergestellt werden, dass sie ausreichend Zeit zur Erholung erhielten, forderte Gewerkschaftssekretär Stefan Röhrhoff einer Mitteilung zufolge. «Die Beschäftigten stehen vor heftigen Belastungen. Ihre Gesundheit muss höchste Wichtigkeit haben. Deshalb brauchen sie adäquate Schutzausrüstung, überlange Schichten dürfen nur im absoluten Ausnahmefall angeordnet werden und sie brauchen genügend Erholungszeiten zwischendurch.»

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