Gesundheitsministerin sieht Corona-Öffnungen kritisch

08.03.2021 Seit Montag können bisher geschlossene Einzelhandelsgeschäfte in Brandenburg mit vorheriger Terminvereinbarung wieder öffnen - Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sieht das nicht ohne Bedenken. «Das ist schon eine schwierige Situation, dort weitere Öffnungen zu haben», sagte sie am Montag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Es gebe Erfolge bei der Eindämmung der ursprünglichen Variante des Coronavirus. «Aber wir haben praktisch ein zweites Infektionsgeschehen mit den Mutationen - da gehen die Zahlen nach oben.»

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nonnemacher wies darauf hin, dass Terminanmeldungen nicht nur online, sondern auch telefonisch möglich seien. Sie könnten auch kurzfristig vor Ort vereinbart werden. Der Ausschuss gab mit Mehrheit grünes Licht für die neuen Corona-Regeln und die Quarantänevorgaben.

Wann Cafés und Gaststätten wieder öffnen können, ließ die Ministerin offen. «Bei uns sind in dieser Richtung jetzt noch keine Öffnungsschritte vorgesehen worden», sagte Nonnemacher mit Blick auf die Kabinettssitzung in der vergangenen Woche.

Bund und Länder hatten vereinbart, dass nach einem Stufenplan frühestens ab 22. März Gaststätten, Theater und Kinos bei bis zu 100 neuen Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche wieder aufmachen dürfen. Bei einem Wert zwischen 50 und 100 muss ein tagesaktueller negativer Selbst- oder Schnelltest vorgelegt werden.

In Brandenburg dürfen auch Museen und Gedenkstätten seit diesem Montag wieder für Besucher öffnen. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) in Cottbus macht am Dienstag auf, das Museum Barberini öffnet erst am Samstag (13. März).

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