Bundesrechnungshof kippt Finanzplan für teures Museum

13.04.2021 Das wegen hoher Baukosten kritisierte Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin hat nun auch Ärger mit dem Bundesrechnungshof. Eine geplante pauschale Risikovorsorge verstoße gegen das Haushaltsrecht, hieß es in einem am Dienstag in Bonn veröffentlichten Bericht der Rechnungsprüfer. Mittel für Risiken dürften nur veranschlagt werden, wenn sie projektspezifisch hergeleitet und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten würden.

Euro-Geldscheine liegen in der Filiale der Bundesbank. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Bundesrechnungshof sieht 10,3 Millionen zuviel veranschlagt und will den Haushaltsansatz für den Museumsneubau auf 354 Millionen Euro gekürzt wissen.

Aktuelle Berechnungen der ausführenden Bundesbau Baden-Württemberg belaufen sich auf 353 Millionen Euro Baukosten. Von Seiten des Bundes waren 364 Millionen Euro bewilligt worden. In Aussicht gestellt ist zudem die Finanzierung von Indexsteigerung und einem ebenfalls als Risikokosten benannten Posten, womit die Gesamtkosten bei bis zu 450 Millionen Euro liegen.

Die Fertigstellung des Baus ist für 2026 geplant. Der Entwurf stammt von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die auch die Elbphilharmonie in Hamburg, das Olympiastadion in Peking und die Allianz Arena in München gebaut haben. Die Nationalgalerie Berlin steht damit vor einer Neuordnung mit dann sieben Standorten.

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