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Angliederung für Ex-Turbine-Trainer Schröder kein Thema

03.03.2021 - Der ehemalige Trainer des sechsmaligen deutschen Frauenfußballmeisters Turbine Potsdam, Bernd Schröder, hat eine Angliederung an einen größeren Verein ausgeschlossen. «Das ist idealistisch, weil es so auch irgendwann vorbei sein kann. Aber eine Tradition verpflichtet ja auch», sagte der 78-Jährige anlässlich des 50. Geburtstags des Vereins der «Berliner Zeitung» (Mittwoch), «während alle über Emanzipation und Frauenquoten reden, sind wir der einzige größere Klub in Europa, der ein reiner Frauenfußballklub ist. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das wir uns erhalten müssen.»

  • Der Ex-Turbine-Trainer Bernd Schröder in Potsdam. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Ex-Turbine-Trainer Bernd Schröder in Potsdam. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für den Ehrenpräsidenten von Turbine ist deshalb eine Angliederung an einen großen Verein auch «ein Stück weit» ein Gesichtsverlust. «Bei vielen Vereinen ist der Frauenfußball ja nur ein Anhängsel», sagte Schröder, der für Turbine rund 40 Jahre als Trainer und Manager tätig war.

Die Eigenständigkeit von Turbine werde dabei auch nicht von der seit Saisonbeginn bestehenden Kooperation mit Hertha BSC berührt, die die Potsdamer «mit finanziellen Mitteln und Know-how auf sportlicher und inhaltlicher Ebene» unterstützen, wie Hertha in seinen Geburtstagsglückwünschen am Mittwoch mitteilte.

«Mit unserer Zusammenarbeit möchten wir gemeinsam den Fußball in Berlin und Brandenburg stärken. Wir sind überzeugt davon, dass beide Clubs von dieser Kooperation profitieren werden», sagte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer. Gänzlich unabhängig von der Kooperation war im Sommer Herthas Jugendtrainer und früherer Profi Sofian Chahed als Chefcoach in Potsdam eingestiegen.

Um trotz der dadurch fehlenden finanziellen Mittel Turbine den Anschluss an die derzeit führenden Teams in der Frauen-Bundesliga - Bayern München, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim – nicht ganz verlieren, setzt Schröder auf den Nachwuchs: «Wir müssen irgendwann mal wieder international spielen, um nicht in der Versenkung zu verschwinden. Und das geht nur über unsere Eliteschule des Mädchenfußballs, die wir seit 2006 haben.» Dagegen seien teure Einkäufe von ausländischen Starspielerinnen die Ausnahme.

Doch Schröder sieht das Nachwuchskonzept auf einer starken Basis, wie der geborene Lübecker gegenüber «rbb24» sagte: «Wir haben ein Konzept, das wir durchziehen, damit wir die Nachwuchsspieler wieder rauskriegen. Und so werden wir versuchen, das weiter zu ziehen. Ich denke schon, dass wir gute Voraussetzungen haben.»

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