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Europäischer Kopfschmerz- und Migränetag: Diese neuen Therapien machen Hoffnung!

11.09.2019 - Am 12. September ist „Europäischer Kopfschmerz- und Migränetag“. Ein Tag, der auf eine vielfach unterschätzte Volkskrankheit aufmerksam machen und über vielversprechende neue Ansätze in der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne informieren will.

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    © pixabay.com / Kinga Cichewicz

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung leidet regelmäßig unter Kopfschmerzen – acht Millionen Menschen plagen sich sogar mit Migräne herum. Um auf diese häufig als Wehwehchen abgetane Volkskrankheiten aufmerksam zu machen, haben Ärzte, Schmerzforscher und Selbsthilfegruppen den Europäischen Kopfschmerz- und Migränetag ausgerufen. Er findet alljährlich am 12. September statt.

Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Deutschland: Rund fünf Prozent der Bevölkerung hierzulande leiden unter täglichen Kopfschmerzen, und 70 Prozent unter anfallsweisen oder chronischen (immer wiederkehrenden) Schmerzen. Frauen sind fast doppelt so oft betroffen wie Männer.

Als Kopfschmerz werden Schmerzempfindungen im Bereich des Kopfes bezeichnet. Sie beruhen auf der Reizung der schmerzempfindlichen Kopforgane (Schädeldecke, Hirnhäute, Blutgefäße im Gehirn, Hirnnerven, oberste Spinalnerven) und können bei einigen Menschen sogar durch bloßes Tragen eines Pferdeschwanzes als Frisur hervorgerufen werden. Das Gehirn an sich ist nicht schmerzempfindlich.

Migräne – eine schwere neurologische Krankheit

Eine besonders schlimme Art der Kopfschmerzen ist die Migräne, bei der es sich im Gegensatz zu den eher harmloseren Kopfschmerzen um eine schwere neurologische Erkrankung handelt. Migräne äußert sich in wiederkehrenden Kopfschmerzattacken, die mit Begleitsymptomen einhergehen und das gesamte vegetative Nervensystem betreffen.

Diese Attacken können bis zu drei Tage dauern und mit Übelkeit, Erbrechen und einer Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Gerüchen und Lärm einhergehen. Körperliche Aktivität verstärkt die Beschwerden meist noch.

Die Ursachen für Kopfschmerzen und die heftigere Variante Migräne sind auch nach heutigem Wissenstand nicht eindeutig identifizierbar. Während für den klassischen Kopfschmerz Faktoren wie Stress, Reizüberflutung und Verspannungen des Bewegungsapparats verantwortlich scheinen, tappten die Mediziner bei der Suche nach den Ursachen für Migräne lange im Dunklen.

Seit einiger Zeit steht der Botenstoff CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) im Verdacht, eine entscheidende Rolle bei Migräne zu spielen. CGRP befindet sich im gesamten Nervensystem – auch im Gehirn und Rückenmark. Wenn der Anteil dieses Botenstoffs erhöht ist, scheint das zu einer Überaktivität der Nervenzellen zu führen – und im Anschluss zu einer Migräneattacke.

Therapie von Migräne: Fokus auf Prophylaxe

Auch in der Therapie von Kopfschmerzen und Migräne gibt es nach Jahren des Stillstandes neue, teils bahnbrechende Ansätze. Während bei chronischen klassischen Kopfschmerzen statt auf die üblichen Wirkstoffe zur Bekämpfung (Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure) verstärkt auf Entspannungsübungen, homöopathische Mittel, Akkupunktur, Sport und manuelle Therapien wie Massage und Physiotherapie gesetzt wird, beschreitet die Therapie der Migräne ganz neue medizinische Wege.

Bei der Behandlung von Migräne setzen Mediziner zunehmend auf Prophylaxe statt auf Akuttherapie. Schlagen Medikamente wie Analgetika, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und Triptane nicht mehr ausreichend an, kann die sogenannte Immuntherapie zum Einsatz kommen: Durch eine Migränespritze zum Beispiel mit dem Wirkstoff Erenumab, die sich Patienten einmal pro Monat selbst in den Bauch injizieren, kann die Zahl der Migräneattacken deutlich gesenkt werden. Für Betroffene bedeutet das ein großes Plus an Lebensqualität.

Der „Europäischer Kopfschmerz- und Migränetag“ will auch über solche hoffnungsvollen neuen Therapieansätze im Kampf gegen die Volkskrankheiten Kopfschmerz und Migräne informieren.

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